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Dienstag, 24. November 2015

Digitale Bildbearbeitung und kostenlose Alternative zu Photoshop? - GIMP

So kann GIMP (GNU Image Manipulation Program) installiert werden:

GIMP website:
http://www.gimp.org/

-> Downloads

 

1. wähle: Betriebssystem (Linux? Windows? OS X?)
2. wähle: Download GIMP 2.8.16 directly
3. Installationsanweisungen folgen
4. wenn möglich, als Option wählen, dass auch jpg und tiff Dateien geöffnet werden können
5. Am besten mit Verknüpfung zum Desktop erstellen (erspart uns unnötiges Suchen)

-> GIMP

Dienstag, 17. November 2015

Warum R, wenn es Excel gibt?

Vergleich der Histogramme des Entstehungsdatums der Werke aus der MoMa-Sammlung je mit Excel und R erstellt: Letzteres benötigt nur eine Code-Zeile.
(Vorher wurde die CSV-Datei importiert. Es handelt sich um alle Werte, die einfach in Zahlen umzuwandeln sind. Wie die magische Code-Zeile lautet, erfahren Sie morgen im Seminar.)

Samstag, 14. November 2015

10 Minuten Zeit für die Forschung?

Im Rahmen meiner Bachelorarbeit "Neue Erkenntnisse durch digitale Methoden. Praktische Beispiele der Digital Humanities in der Forschung" mache ich morgen in der Sammlung Schack eine anonyme Umfrage. Ziel der Befragung ist ein Vergleich von Bildannotationen von Reproduktionen und Originalen. 
Ich würde mich sehr freuen, wenn ihr vorbeikommt =) Die Umfrage dauert nicht lange und jeder kann mitmachen!
Wann: Sonntag, 15.11.2015 von 11-16 Uhr
Wo: Sammlung Schack, Prinzregentenstraße 9
Sonntagseintritt ist nur 1 Euro




Freitag, 13. November 2015

So installiert ihr R:

2. Wähle dein Betriebssystem

3. (bei Windows) „Install R for the first time“ anklicken
4. „Download R 3.2.2 for Windows“ anklicken
5. In den Downloads sollte dann die Datei „R- (jeweilige Version)“ sein. Doppelklick und das Programm installieren
6. Jetzt muss man aber noch R-Studio downloaden. Mit diesem Programm arbeiten wir dann.
à hier das entsprechende Paket für euer Betriebssystem auswählen (Installers for Supported Platforms)

8. Das Programm installieren und öffnen
9. So sieht die Benutzeroberfläche dann aus: 

10. Links oben „File“  „New File“  „R Script“ anklicken
11. Um den Text in der Konsole verschwinden zu lassen: ctrl + l drücken

Donnerstag, 5. November 2015

Vortrag über digitale Methoden der Kunstgeschichte auf der FORGE-Konferenz

Vortrag von Harald Klinke: Empirische Daten für die Kunstgeschichte erzeugen mit Artigo Social Image Tagging

Konferenz „Forschungsdaten in den Geisteswissenschaften“ (FORGE 2015), 18. September 2015 an der Universität Hamburg






Link: https://lecture2go.uni-hamburg.de/veranstaltungen/-/v/18307

Mittwoch, 4. November 2015

Offene Daten für die Kunstgeschichte

Kunsthistoriker brauchen offene Daten.
Erstens benötigt der Kunsthistoriker Informationen zu seiner Forschung. Das bedeutet zunächst Zugang zu Bibliotheken. Eine auf Kunstgeschichte spezialisierte Metasuchmaschine ist kubikat mit Werken des Kunsthistorisches Instituts Florenz, dem Zentralinstitut für Kunstgeschichte München, dem Deutschen Forum für Kunstgeschichte in Paris und der Bibliotheca Hertziana in Rom. Eine allgemeine weltweite Metasuchmaschine ist der Karlsruher Virtuelle Katalog. Interessant sind sicher auch die Such-Tools des Getty. Direkten Zugriff auf digitale Zeitschriftenartikel gibt JStor (mein Favorit). Den Zugang über die LMU-Universitätsbibliothek erhalten Sie via E-Medien-Login (das ist eigentlich das Gegenteil von "offen").
Der Kunsthistoriker denkt visuell. Daher benötigt er Zugang zu Bilddaten. Das Kunsthistorische Institut der LMU hat eine solche Bilddatenbank namens Artemis. Dies ist Teil des verteilten Bildarchivs Prometheus. Eine weitere große Bilddatenbank kunsthistorischer Abbildungen ist Artstore.

Zweitens benötigt der Computer des Kunsthistorikers Informationen. In der nächsten Sitzung geht es um Tabellenkalkulation. Wir verwenden das freie Programm Open Office Calc. Als offene Daten verwenden wir die 120.000 Objekte des MOMA, die Sie auf Github finden (das ist Open Data). Mehr Informationen zu diesem Datensatz finden Sie hier.
Was man mit diesen Daten anstellen kann, zeigt Florian Kräutli in seinem Blog.
Visualisierung der MOMA-Sammlung nach der Zeit. Grün stellt das Medium Fotografie dar
(Florian Kräutli, MoMA on GitHub)

Linked Open Data kann viel mehr. Davon bekommt man einen Eindruck, wenn man sich Wikidata ansieht. Hier ein Beispiel.

Fazit: Hat man Daten, kann man damit selbst viel machen. Mehr entsteht, wenn man sie öffentlich macht: Open Data. Noch mehr, wenn man sie strukturiert und dokumentiert ablegt: Linked Open Data. Was mit Cultural Data möglich ist, zeigt der Kultur-Hackathon "Coding Da Vinci". Das brauchen wir auch für die Kunstgeschichte!

P.S.: Den in der letzten Woche erwähnte Blog von Thorsten Wübbena finden Sie unter hier.

Welche Links habe ich zu diesem Thema noch vergessen? Hinweise und Zusätze bitte unten in die Kommentare. Vielen Dank.

Mittwoch, 28. Oktober 2015

Was ist digitale Kunstgeschichte?

Digitale Kunstgeschichte ist vor allem noch in den Kinder­schuhen. Kurz gesagt geht es der digitalen Kunst­ge­schichte nicht nur um die Digitalisierung be­stehender Strukturen, sondern um die Chancen, die mit dieser Digitalisierung ent­stehen. Also einer­seits darum, be­stehende Erkenntnis­prozesse zu unter­stützten, anderer­seits ganz neue Methoden zu ent­wickeln.
Der Mehr­wert der digitalen Kunst­ge­schichte liegt darin, große Datenmengen zu ver­arbeiten. Vor allem Bild­daten: Der Computer kann mehr Bilder kennen als ein Mensch in seiner Lebens­zeit sehen kann.
Die Artemis-Datenbank nach Durchschnittshelligkeit sortiert
Haben wir überhaupt solche Daten­mengen? Prometheus hat bereits über 1,4 Millionen kunst­historische Bild­daten. Google Image Search kennt praktisch alle Bilder im Netz. Auf Facebook werden täglich mehr Bilder hoch­geladen, als die Malerei­ge­schichte je produziert hat. Ent­scheidend ist aber: Wir werden größere kunst­historische Corpora be­kommen und wir haben ein Interesse daran, sie selbst zu er­zeugen und zu organisieren.
Werden wir dann überhaupt noch das Original an­sehen müssen? Das tun wir heute schon selten. Ganz früher war es der Kupfer­stich, früher das Dia, das uns in der Re­produktion das Werk in Augen­schein brachte. Was früher galt, gilt weiter: Wir müssen uns ein mentales Bild­ge­dächtnis von Originalen schaffen. Der Computer als Hilfs­mittel kann uns aber helfen, dieses relevante Einzel­werk besser zu finden.
Macht der Computer bald unsere Job als Kunst­historiker? Das ist nicht das Ziel der digitalen Kunst­ge­schichte. Ziel ist es, den Forscher mit Computer­tools zu unter­stützen. Es wird sich aber der Job des Kunst­historikers ver­ändern, er wird mehr Kompetenzen in der Daten­analyse be­nötigen.
Ist das alles notwendig, kann nicht alles bleiben wie es ist? Die digitale Kunst­ge­schichte ist ein Zusatz, kein Ersatz klassischer Methoden. Das Digitale ist aber in der Welt und wird auch in das Fach Kunst­ge­schichte kommen. Deshalb müssen wir vor­bereitet sein und können heute ge­stalten, wohin die Reise geht.
Die digitale Kunst­ge­schichte ist eine Chance für die Kunst­ge­schichte.


Dr. Harald Klinke: Was ist Digitale Kunstgeschichte? from Munich Digital Art History on Vimeo.

Wer sich über die Entwicklung der digitalen Kunstgeschichte auf dem Laufenden halten möchte, verfolgt am besten die Publikationen des International Journal for Digital Art History und trägt sich dort für den Newsletter ein.